Olympiabewerbung 2036: München und das Erbe der Olympischen Spiele von 1972 und möglicher nachhaltiger Austragungsort für zukünftige Olympische Spiele?
Theorie 2/3, BD
Prof. Dr.-Ing. Natalie Essig
LB Catharina Fontanari
mittwochs, 14:00 Uhr
Raum 413
Ob körperliche Betätigung als Freizeitbeschäftigung oder im Spitzensportbereich – der Sport mit seinen vielfältigen Facetten ist heutzutage ein zentrales Element unserer Freizeit- und Unterhaltungskultur, fördert die Gesundheit und ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Wie jede menschliche Aktivität hat auch der Sport Auswirkungen auf die ihn umgebende Umwelt. Hierbei kommt dem Raum, in dem der Sport betrieben wird, eine zentrale Rolle zu – sowohl in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher als auch ökologischer Hinsicht. Von der Landschafts- und Stadtplanung bis hin zur jeweiligen Architektur der Sportstätte steht der Sportstättenbau heutzutage vor zahlreichen Herausforderungen, eröffnet aber gleichzeitig neue Gestaltungsmöglichkeiten. Dies gilt besonders für Sportbauten von Großveranstaltungen, die medienwirksam sind und neben Wettkämpfen auch mit Kulturveranstaltungen sowie innovativer Architektur beeindrucken.
Der Olympiapark München der Spiele von 1972 spielt hierbei eine weltweit bedeutende Rolle und zählt heute zu den größten Veranstaltungs- und Freizeitzentren Europas. Die unverwechselbare architektonische Gestaltung der Olympiabauten ist bis heute ein Wahrzeichen Münchens und prägt die städtische Identität. 50 Jahre nach den Olympischen Spielen von 1972 strebt der Park den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes an und bereitet sich auf eine mögliche zukünftige Olympiabewerbung Münchens ab 2036 vor.
Ziel des Wahlfachs ist es, ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept für die bestehenden und geplanten Bauten des Olympiaparks zu entwickeln – einschließlich Sanierung, Neubau und temporärer Strukturen. Dabei werden die historische Bedeutung, der aktuelle Zustand, die Anforderungen zukünftiger Großveranstaltungen sowie die nachhaltige Nachnutzung gleichermaßen berücksichtigt. Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie Sportstätten für Großveranstaltungen künftig nachhaltig saniert, geplant, gebaut und betrieben werden können. Der Fokus richtet sich dabei nicht nur auf die Sportstätten selbst, sondern auch auf die umgebende Nachbarschaft, Infrastruktur und städtische Landschaft. Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, das ökologische, soziale und ökonomische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt und München als nachhaltiges, zukunftsfähiges Zentrum für Sport und Freizeit positioniert.
Die Veranstaltung findet in enger Kooperation mit dem DOSB und dem Bundesinstitut für Sportwissenschaften (BiSP) statt.
Erstes Treffen und Einführung:
Mittwoch, 25.03.26, 14:00 Uhr, Raum 413