„Commoning Spaces“ weitergedacht. Wie kann Leerstand fürs Gemeinwohl aktiviert werden?
Theorie 1, UD
Prof. Dr.-Ing. Andrea Benze
LB Marlene Franck
Mittwochs, 14:00 Uhr
Raum 213
Conference: ‘Commoning Spaces! Activating spaces for the common good’ (19–21 October): Theoretical perspectives and practical examples will be discussed from a range of viewpoints. Building on this content, the seminar will explore in-depth questions, on which students will write an academic essay.
Räume für das Gemeinwohl werden immer knapper. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude aus verschiedenen Gründen leer oder werden kaum genutzt – vom verlassenen Ladenlokal über ungenutzte Industriehallen und Kirchen bis hin zu brachliegenden Grundstücken. Leerstände prägen nicht nur das Bild vieler Städte und Gemeinden, sie verursachen auch erhebliche soziale und ökologische Kosten. Dabei steckt in solchen Räumen großes Potenzial – vorausgesetzt, sie werden erkannt, geöffnet und gemeinschaftlich weitergedacht.
Mit der Konferenz „Commoning Spaces! Räume für das Gemeinwohl aktivieren“ sollen genau diese Ansätze sichtbar, vernetzt und gemeinsam weiterentwickelt werden. Die Konferenz vereint dabei Beiträge aus Wissenschaft und Praxis.
Was wird aus Räumen wie Kirchen-, Bahnhofs- oder Kaufhausgebäuden, wenn diese immer weniger oder gar nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form genutzt werden? Und wie lassen sich solche Räume neu denken und für das Gemeinwohl reaktivieren? Auf der Konferenz werden Beiträge diskutiert zu leerstehenden oder untergenutzten Gebäuden, Freiflächen und Brachen – unabhängig davon, ob sie sich in privater, kollektiver, städtischer oder kirchlicher Hand befinden oder befanden.
Die Konferenzbeiträge sind den drei Themenschwerpunkten Finanzierungskonzepte und Organisationsmodelle, Sozialräumliche Integration und Wertewandel und Beteiligungsverfahren und Ko-Produktion zugeordnet, deren Grenzen jedoch fließend sind.
Weitere Informationen zur Konferenz und den Beiträgen finden Sie hier
Im Theorieseminar werden Sie an mindestens einer Session der Konferenz Commoning Spaces!, welche vom 19.-21.10. an der Hochschule München stattfindet teilnehmen. Jede Session kombiniert Beiträge zu einem Thema der gemeinwohlorientierten Aktivierung von untergenutzten oder leerstehenden Räumen. In (voraussichtlich) Zweiergruppen werden sie sich besonders mit einer Session auseinandersetzen, auf die Sie sich im Vorfeld inhaltlich vorbereiten. Es ist essentiell, an dieser Session komplett teilzunehmen und bestenfalls auch die thematische Keynote zu hören. In der Seminararbeit werden Sie die Session auswerten und darauf basierend eine Fragestellung entwickeln, die sie in Ihrer Seminararbeit in Form eines wissenschaftlichen Essays tiefgehender bearbeiten.
Das Doppelseminar beginnt mit der Vorbereitung auf die jeweilige Session, der Sie beiwohnen und notieren, was Ihnen wesentlich und interessant erscheint. Darauf filtern Sie wichtige Themen aus der Session und entwickeln Fragestellung und Argumentationslinie für ihren wissenschaftlichen Essay (15.000 – 20.000 Zeichen inkl. Leerzeichen), den sie zunächst als Präsentation (10 Minuten) zur Diskussion stellen und später verschriftlichen. Hierbei sollten Sie zusätzliches Material einbeziehen. Sie lernen, Ihre Kompetenzen zur Erarbeitung von Forschungsfragen und zum wissenschaftlichen Schreibprozess zu vertiefen. Zudem erlangen Sie Fachwissen im Themenbereich gemeinwohlorientierte Leerstandaktivierung und Einblicke in eine transdisziplinäre Konferenz. Methodisch ist der wissenschaftliche Essay eine sehr gute Vorbereitung auf die theoretische Vertiefung in der Masterthesis.
Wichtige Termine:
Konferenz „Commoning Spaces“ 19.10 – 21.10.2026 (Aula, Subaula)
Schreibwerkstatt und Input: Was ist eine gute Fragestellung? 11.11.2026 13.00 – 18:30 Uhr
Präsentation der Interpretation der Session 09.12.2026 14.00 – ca. 19.00 Uhr
Abgabe wissenschaftlicher Essay 20.01.2026
Zwischen den etwas längeren Blockterminen gibt es individuelle Besprechungen, die teilweise online stattfinden werden.
Erstes Treffen und Einführung:
Mittwoch, 07.10.26, 14:00 Uhr, Raum 213