Zirkuläre Stadt – Berlin Lichtenberg
Master Studio, UD
Prof. Nicolas Kretschmann
LB Tasos Roidis
Donnerstags, 10:00 Uhr
Raum N221, Infanteriestraße
The ‘Circular City – Berlin Lichtenberg’ studio will focus on the Herzbergstraße industrial area in Berlin’s Lichtenberg district. Lichtenberg is characterised by large, single-purpose units and urban structures. With its distinctive locations – ‘San Gimignano’, ‘Fahrbereitschaft’ and ‘Dong Xuan’ – the Herzbergstraße industrial area serves as a promising case study and testing ground for its transformation into an urban neighbourhood. A concept of targeted, intelligent ongoing development of existing buildings will be the key to a sustainable urban development strategy.
In Berlin, however, the Herzbergstraße industrial area is also associated with freedom, innovation and venues for art and culture. This is evidence of an emerging mix. For some time now, it has been a fascinating ‘breeding ground’ for a multitude of unplanned, surprising places, uses and groups of stakeholders, which can serve as valuable seeds for urban development based on the principle of ‘building on what already exists’.
The ‘Circular City – Berlin Lichtenberg’ studio is exploring, on the basis of the further development of the existing built environment, transformative strategies, new living and working spaces, innovative typologies for hybrid mixes and experimental housing models in the city, as well as the potential integration of existing seeds of change. In the spirit of a sustainable and self-sufficient urban development strategy, the following three thematic areas play a particular role in the studio: places of freedom / green spaces and open spaces / typologies and ideas for new living spaces.
Where urban planning allows for open spaces, ‘places of freedom’ emerge – open spaces for everyone that are not predetermined by regulations and functions, but leave room for creativity and community activities. They often establish themselves over time. These places of freedom are crucial to a city’s vitality: they give people a sense of self-efficacy and help neighbourhoods to develop a distinctive character. When planning views the energy of local initiatives not as a disruption but as a resource, urban development becomes more diverse and resilient. This is where the studio comes in, seeking development strategies to integrate existing seeds of growth (San Gimignano, Dong Xuan Centre, Fahrbereitschaft) as incubators for future urban life. For us, they form strategically important starting points for further development.
As urban structures continue to develop, public and private ‘green spaces and open spaces’ play a key role, both strategically and in terms of quality. They form the backbone of a sustainable and resilient urban structure and enable effective measures for climate-friendly urban regeneration. The desired mix of residential uses and the mobility transition are creating new demands on public and communal spaces – both at a detailed and a broader level. We will conceive and design the city from the perspective of open and green spaces. To this end, we will carry out an inventory of the existing stock, adopting both a morphological and an investigative approach.
At the start of the studio, a typological examination of specific reference projects will serve as a source of inspiration for the design of ‘typologies and ideas for new living spaces’, e.g. regarding collective forms of housing or climate-just urban regeneration. Your designs should inspire a desire for new living spaces in the city and provide a broad section of the population with an affordable and sustainable place to live in the city.
This semester, an active exchange is planned between the Master’s studio ‘Circular City – Berlin Lichtenberg’ and my Entwurf 5 project ‚ExRotaprint Weiterbauen’. Both design projects will address similar issues in Berlin. We will share the same workspace and combine the feedback sessions to learn from one another.
From 14 to 17 October, we will be organising an excursion to Berlin, including a design workshop.
First meeting and introduction:
Thursday, 8th of October 26, 10:00 am, room N221, Infanteriestraße
Das Studio „Zirkuläre Stadt - Berlin Lichtenberg“ wird sich mit dem Gewerbegebiet Herzbergstraße im Berliner Bezirk Lichtenberg beschäftigen. Lichtenberg ist geprägt von großen, monofunktionalen Einheiten und Stadtstrukturen. Mit seinen räumlich speziellen Orten „San Gimignano“, „Fahrbereitschaft“, „Dong Xuan“ dient uns das Gewerbegebiet Herzbergstraße als vielversprechendes Anschauungsbeispiel und Testfeld für die Transformation in ein urbanes Stadtquartier. Ein Konzept des gezielten, intelligenten Weiterbauens am Bestand wird der Schlüssel einer nachhaltigen, städtebaulichen Entwicklungsstrategie sein.
In Berlin verbindet man mit dem Gewerbegebiet Herzbergstraße aber auch Freiheit, Innovation und Orte für Kunst und Kultur. Dies zeugt von einer beginnenden Mischung. Es ist seit längerem ein faszinierender „breeding ground“ für eine Vielzahl von ungeplanten, überraschenden Orten, Nutzungen und Akteursgruppen, die wertvolle Keimzellen für eine Stadtentwicklung des Weiterbauens sein können.
Das Studio „Zirkuläre Stadt - Berlin Lichtenberg“ sucht auf Basis der Weiterentwicklung des Bestandes nach transformativen Strategien, neuen Lebens- und Arbeitsräumen, innovativen Typologien für hybride Mischungen und experimentelle Wohnmodelle in der Stadt und einer potenziellen Integration von bereits existierenden Keimzellen. Im Sinne einer nachhaltigen und suffizienten Stadtentwicklungsstrategie spielen im Studio folgende drei Themenbereiche eine besondere Rolle: Freiheitsorte / Grün- und Freiräume / Typologien und Ideen neuer Lebensräume.
Wo Stadtplanung Freiräume zulässt, entstehen ‚Freiheitsorte‘ – offene Räume für alle, die nicht von vornherein durch Regularien und Funktionen überbestimmt sind, sondern Platz für Kreativität und gemeinschaftliche Praxis lassen. Sie etablieren sich oftmals über die Zeit. Diese Freiheitsorte sind entscheidend für die Lebendigkeit einer Stadt: Sie geben Menschen das Gefühl, selbstwirksam zu sein, und tragen dazu bei, dass Quartiere einen unverwechselbaren Charakter entwickeln. Indem Planung die Energie von lokalen Initiativen nicht als Störung, sondern als Ressource begreift, wird Stadtentwicklung vielfältiger und robuster. An dieser Stelle setzt das Studio an und sucht nach Entwicklungsstrategien für eine Integration der bereits existierenden Keimzellen (San Gimignano, Dong Xuan Center, Fahrbereitschaft) als Inkubatoren für zukünftiges Stadtleben. Sie bilden für uns strategisch wichtige Ausgangspunkte des Weiterbauens.
Beim Weiterbau von Stadtstrukturen kommt den öffentlichen und privaten ‚Grün- und Freiräumen‘ strategisch und qualitativ eine Schlüsselrolle zu. Sie bilden das Rückgrat einer nachhaltigen und robusten Stadtstruktur und ermöglichen effektive Massnahmen zum klimagerechten Stadtumbau. Die angestrebte Durchmischung mit Wohnnutzungen und die Mobilitätswende schaffen neue Anforderung an öffentliche und gemeinschaftliche Räume - im Detail sowie übergeordnet. Wir werden Stadt von den Frei- und Grünräumen aus denken und entwerfen. Dazu werden wir den Bestand inventarisieren und dabei morphologisch wie investigativ vorgehen.
Zu Beginn des Studios wird Ihnen die typologische Auseinandersetzung mit konkreten Referenzprojekten als Inspirationsquelle für den Entwurf von ‚Typologien und Ideen neuer Lebensräume‘ dienen, z.B. zu kollektiven Wohnformen, oder klimagerechtem Stadtumbau. Ihre Entwürfe sollen Lust auf neue Lebensräume in der Stadt machen und einer breiten Bevölkerung einen bezahlbaren und zukunftsfähigen Ort zum Leben in der Stadt ermöglichen.
Dieses Semester ist ein aktiver Austausch zwischen dem Masterstudio „Zirkuläre Stadt - Berlin Lichtenberg“ und meinem Entwurf 5 "ExRotaprint Weiterbauen“ vorgesehen. Beide Entwürfe werden in Berlin ähnliche Fragestellungen thematisieren. Wir teilen uns den gleichen Arbeitsraum und werden die Kritiken kombinieren, um von einander zu lernen.
Vom 14.-17. Oktober werden wir eine Exkursion mit Entwurfsworkshop nach Berlin durchführen.
Erstes Treffen und Einführung:
Donnerstag, 08.10.26, 10:00 Uhr, Raum N221, Infanteriestraße