Bonjour Tristesse - Räume der Mobilität
Schlüsselkompetenz 1 II
LB Michael Heinrich,
LB Markus Omasreiter
montags, 10:00 Uhr
Raum 214

Obwohl der Begriff zunächst als Titel eines Romans von Francois Sagan in den 1950er Jahren bekannt wurde, verbindet ihn seit 1984 die Architekturszene mit dem Graffito an einem Haus von Alvaro Siza Internationalen Bauausstellung Berlin (IBA). Vermutlich als Kritik an dem etwas spröden Aussehens des Gebäudes gedacht ist der Begriff nun seit 40 Jahren eine wesentlicher und auch nachdenklicher (mahnender) Bestandteil des Gebäudes.
Wir wollen diesen Begriff als Ausgangspunkt zu einem Blick auf die Realität bayerischer Nahverkehrssysteme und Bahnhalte nehmen und einen kritischen Beitrag zur IBA Metropolregion München leisten. Jenseits der Diskussion um messbare Kriterien wie Funktionalität und Pünktlichkeit soll in der Fotografie mit eindrucksvollen Bildern gezielt die ästhetische, aber auch ungeschönte Wirklichkeit eingefangen werden. Dem Betrachter soll durch das Medium des Fotos bewusst werden, mit welcher Nachlässigkeit dieser spezielle öffentliche Raum geplant bzw. genutzt wird. Als ergänzende Grundlage soll die Geschichte und das Umfeld der dargestellten Situation recherchiert und dokumentiert werden. Vergleichend werden historische Aufnahmen und Pläne herangezogen, um den Wandel im Umgang mit dem Kontext darzustellen. Ziel es, Ihre fotografischen Kompetenzen zu stärken und das Bewusstsein für den gebauten Ort zu schärfen. Gemeinsam werden wir zu Beginn des Semesters mit Ihnen Ihre Vorschläge zu den zu untersuchenden Haltestellen- gerne auch im weiteren Umfeld von München- diskutieren und eine gezielte Auswahl treffen.
Erstes Treffen und Einführung:
Montag, 24.03.25, 10:00 Uhr, Raum 214