Collage – Renaissance einer Siedlung in Neu-Ulm
Entwurf 5, UD
Prof. Karin Schmid
LB Roman Leonhartsberger
Dienstags, 14:00 Uhr
Raum 214
The focus is on the redevelopment of a former U.S. military housing complex in Neu-Ulm, which features mature trees, good public transportation access, and an attractive location along the fortress belt. The study examines the potential for redeveloping existing structures and creating new housing, as well as how the area’s existing qualities can be further enhanced.
Im Rahmen dieser Entwurfsaufgabe beschäftigen wir uns mit der Transformation einer Siedlung in Neu-Ulm aus der Zeit des Wirtschaftswunders, die sich durch einen reichen, alten Baumbestand aber auch durch gute Erschließung mit dem öffentlichen Nahverkehr und eine attraktive Lage am Park auszeichnet.
Die Siedlung ist geprägt von der schlichten, funktionalen Architektur der Nachkriegsmoderne, weist jedoch heute sowohl städtebauliche als auch soziale und energetische Defizite auf und bietet aufgrund der geringen Dichte Potenzial für Nachverdichtung.
Die zentrale Fragestellung lautet dabei, wie mit dem Bestand umzugehen ist: Sollten die Gebäude erhalten und behutsam nachverdichtet werden, oder sind teilweise Ersatzneubauten vorstellbar? In beiden Fällen sind insbesondere der Erhalt des prägenden Baumbestands, sowie die Weiterentwicklung der architektonischen Identität der Siedlung zu berücksichtigen.
Zu Beginn werden wir die städtebauliche, architektonische und landschaftliche Qualität der Siedlung analysieren. Untersucht werden die Aufenthaltsqualität und das Siedlungsbild, aber auch die aktuellen Nutzungen, die Architektur der baulichen Substanz sowie Potenzialräume für eine Nachverdichtung. Es geht darum eine entwerferische Position zwischen einerseits dem Erhalt und der behutsamen Nachverdichtung des Bestands, andererseits einem Rückbau mit Neuplanung zu finden.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Integration des bestehenden Baumbestands in die neuen Konzepte, sodass der grüne Charakter der Siedlung erhalten bleibt oder sogar gestärkt wird. Zudem werden wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie die bescheidene, aber qualitätsvolle Architektursprache der Nachkriegszeit interpretiert, ergänzt und fortgeschrieben werden kann. Dabei sollen Elemente wie Materialität, Proportionen, Fassadengliederung und Freiraumbezüge identifiziert und weiterentwickelt werden. Zudem sind im Rahmen des Kurses Inputvorträge und Kurzexkursionen zu bespielhaften Nachverdichtungsprojekten geplant.
Im Laufe des Semesters vertiefen Sie exemplarisch einen Teilbereich der Siedlung und entwickeln -bis ins Detail- eine konkrete architektonische Lösung. Im Rahmen eines Studierendenwettbewerbs werden nach Semesterabschluss die besten Arbeiten prämiert und ausgestellt.
Am 15.10.2026 findet an der Hochschule ein ganztägiges Symposium zum Thema „Vom Wert der Transformation – Wohnen statt Leerstand“ statt zu dem Sie herzlich eingeladen sind.
Ortsbesichtigung mit Vorträgen vsl. 13.10.2026
Inputvortrag Klimaquartier Ramersdorf vsl. 20.10.2026
Erstes Treffen und Einführung:
Dienstag, 06.10.26, 14:00 Uhr, Raum 214