Planung einer Ausstellung – Präsentation Helmuth Wolff in der „Neuen Ziegelei“ in Bogenhausen
FWP 3, AD
Prof. Dr. Karl R. Kegler
dienstags, 10:00 Uhr
Raum 207
Thema und Aufgabe des praxisnahen Projektseminars sind die Planung und Durchführung einer fokussierten Architekturausstellung in München außerhalb der Hochschule. Eine Sammlung von Materialien und Modellen ist vorhanden, muss aber – wie es für diese Aufgabe typisch und spannend ist – noch ergänzt und aufbereitet werden.
Die geplante Präsentation widmet sich den Bauten des weitgehend vergessenen jüdischen Architekten Helmuth Wolff (1895-1940), der zwischen 1926 und 1932 in München Villen, große Wohnanlagen und Kinos errichtet hat. Zwischenzeitlich auch erfolgreicher Kinounternehmer emigrierte Wolff mit seiner Frau 1933 nach Amsterdam, wo er zu einem Pionier der Kleinbild- und Farbfotografie wurde und sich 1940 zu Beginn der Besetzung der Niederlande durch NS-Deutschland das Leben nahm. Architekturgeschichtlich steht Wolffs gebautes Werk zwischen der Reformarchitektur der "Münchner Schule" und der Moderne.
Im Projekt geht es inhaltlich um die Ergänzung der Ergebnisse aus zurückliegenden Forschungsseminaren mit biographischen Informationen zum Architekten, um die Verortung seiner Bauten in München und um die praktische Entwicklung eines Ausstellungslayouts anhand von Plänen, Texten und Fotos in einer Posterpräsentation. In Teamarbeit werden verschiedene Aspekte einer Architekturausstellung – Konzeption, Posterlayout, Texte, Ankündigung und Pressearbeit – vorbereitet und umgesetzt.
Die Ausstellung findet im Mai im Bürger- und Kulturzentrum "Neue Ziegelei" in Oberföhring statt und ist ein gemeinsames Projekt mit dem Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V. ("NordOstKultur"). Aus diesem Grund konzentriert sich die Ausstellung auf die Bauten Wolffs im Stadtteil Bogenhausen. Die Projektarbeit wird schwerpunktmäßig in den ersten Wochen des neuen Semesters erfolgen.
Erstes Treffen und Einführung:
Dienstag, 24.03.26, 10:00 Uhr, Raum 207