Neuroarchitektur (Materialien, Licht, Farbe und Form in der Architektur)
FWP 1, AD
Prof. Ruth Berktold
Donnerstags, 17:30 Uhr
Raum 207
CiE
Unter Neuroarchitektur versteht man ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das Neurowissenschaften und Architektur miteinander verbindet.
Es untersucht, wie gebaute Umgebungen – wie Räume, Gebäude und Städte – das menschliche Gehirn, das Nervensystem, die Emotionen und das Verhalten beeinflussen. Statt sich bei der Raumgestaltung nur auf reine Ästhetik oder das reine Bauchgefühl zu verlassen, nutzt die Neuroarchitektur messbare wissenschaftliche Daten (zum Beispiel aus der Hirnforschung oder mittels Eye-Tracking), um das Wohlbefinden und die Funktion des Menschen im Raum zu optimieren.
Kernbereiche und Wirkung
- Wohlbefinden und Stressabbau: Gezielter Einsatz von Licht, Farben, Geometrie und Materialien, um Stress nachweislich zu senken.
- Akustik und Fokus: Reduzierung unbewusster störender Reize (wie Lärm oder ständige Bewegung im Blickfeld), um die Konzentration zu fördern.
- Sicherheit für das Unbewusste: Gestaltung von Räumen, die nicht nur den Verstand, sondern auch urzeitliche Sicherheitsbedürfnisse des Gehirns ansprechen (z. B. überschaubare Blickachsen und Rückzugsorte).
Anwendungsbereiche
- Arbeitswelt / Büros: Gestaltung von Fokuszonen und Akustiklösungen für effizientes und gesundes Arbeiten.
- Gesundheitswesen: Patientengerechte, beruhigende Räume in Kliniken und Pflegeheimen.
- Bildung: Lernumgebungen, die Aufmerksamkeit und Kreativität unterstützen.
Erstes Treffen und Einführung:
Donnerstags, 08.10.26, 17:30 Uhr, Raum 207