Vom Wert der Transformation – Wohnen statt Leerstand
Anlass des Symposiums ist die Verschärfung des bereits vorhandenen Wohnungsmangels, aus dem sich kurzfristig bis 2027 ein kumulierter Bedarf in Höhe von rund 800.000 Wohnungen ergibt. Gleichzeitig werden wir Zeugen einer sich verändernden Arbeitswelt, in der sich auch nach der Pandemie der Anteil an Homeoffice-Arbeitsplätzen bei etwa 25% verstetigt und der Büroimmobilienmarkt in der Folge mit Leerstand konfrontiert ist. Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass insbesondere in boomenden Metropolen (München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf etc.) mit extrem hoher Nachfrage nach Wohnungen ein besonders großer Leerstand bei Bürogebäuden einhergeht. Gerade jenseits der zentrumsnahen Lagen stehen Gebäude leer, bei denen sowieso Sanierungsbedarf besteht. Oft sind Bestandshalter wie Versicherungen, Versorgungskammern, Krankenkassen oder auch kommunale/staatliche Verwaltung davon betroffen.
Angesichts des Paradigmenwechsel im Hinblick auf Bestandsbewertung, Substanzerhalt und Berücksichtigung der grauen Energie (Anrechnung des CO2-Footprints), aber auch im Zusammenhang mit dem Gebäudetyp „E“ stellt sich die Frage nach einer Neueinschätzung der Transformation von Büro in Wohnen. Bisher war dies häufig wegen der entstehenden Kosten zu aufwändig, bezieht man jedoch die oben genannten Punkte mit ein ergibt sich eine neue Perspektive der Bestandsbewertung.
Geplant ist ein Symposium als Auftaktveranstaltung für das dann folgende Forschungsprojekt, sowie eine Ausstellung studentischer Arbeiten.
Inhalte sind aktuelle Einblicke in Forschung und Lehre, internationale Best-Practice-Beispiele aus den USA und der Schweiz, aber auch transdisziplinäre Perspektiven betreffend wirtschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Als Schirmherrn unserer Veranstaltung konnten wir den Münchner Oberbürgermeister Herrn Dominik Krause gewinnen.
Projektleitung
Prof. Karin Schmid Architektin BDA Stadtplanerin DASL
Studentische Hilfskräfte:
Theresa Schropp, Finnja Germ-Schmidt