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Ausstellung
Werk & Biografie des Architekten Helmuth Wolff 07.05. – 12.06.26 Vernissage: 07.05.26, 17:30 Uhr Neue Ziegelei, München
07/05/2026
Architektur, Exil, Neuanfang: Werk und Biografie des Architekten Helmuth Wolff
Die Ausstellung widmet sich dem heute fast vergessenen jüdischen Architekten Helmuth Wolff (1895–1940) und beleuchtet sein architektonisches Werk in München mit besonderem Fokus auf seine Bauten in Bogenhausen sowie seine Biografie. Im Zentrum stehen die Ende der 1920er-Jahre realisierten Wohnanlagen in Bogenhausen.
Wolffs Architektur bewegt sich zwischen Moderne, Art Déco und Münchner Bautradition und ist geprägt von funktionalen Grundrissen, klar ablesbarer Zweckmäßigkeit sowie dem Anspruch, moderne Wohnverhältnisse mit Licht, Luft und Grünflächen zu verbessern. Seine Bauten in Bogenhausen sind bis heute erhalten und prägen das Stadtbild.
Helmuth Wolff wurde 1895 in Berlin geboren und studierte an den Technischen Hochschulen in Charlottenburg und München. Seit 1919 lebte und arbeitete er
in München, ab 1924 als selbstständiger Architekt. Neben seinen Wohnbauten beschäftigte er sich auch mit Innenraumgestaltung sowie zeitweise mit Projekten im Bereich Film und Kino.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Wolff 1933 gemeinsam mit seiner Frau Annemie Wolff in die Niederlande. Im Amsterdamer Exil gründeten beide ein Fotoatelier und experimentierten mit Farb- und Kleinbildfotografie. 1940 nahm sich Helmuth Wolff nach der Besetzung der Niederlande durch das nationalsozialistische Deutschland das Leben.
Ausgehend von einem Forschungsseminar geht die Ausstellung den baulichen Spuren Wolffs in Bogenhausen nach und präsentiert eine Auswahl seiner dort realisierten Projekte. Gezeigt werden Pläne, Modelle und Fotografien, die durch biografische Materialien ergänzt werden und das Werk Wolffs im Zusammenhang seiner Lebensgeschichte sichtbar machen.
Das Projekt wurde von Studierenden der Hochschule München (Fakultät für Architektur) unter der Leitung von Prof. Dr. phil. Karl R. Kegler erarbeitet und
in Kooperation mit dem Verein NordOstKultur realisiert. Die Ausstellung ist im Bürger- und Kulturtreff „Neue Ziegelei“ zu sehen. Ziel ist es, einen weitgehend in Vergessenheit geratenen Architekten der 1920er-Jahre wieder sichtbar zu machen und seine Bedeutung im Kontext der Architektur- und Zeitgeschichte, insbesondere für München, einzuordnen.
Vernissage
07.05.2026
Einlass: 17:00 Uhr, Ende: 19:00 Uhr
Eintritt frei
Ausstellung
07.05.2026 bis 12.06.2026
Neue Ziegelei
Ruth-Drexel-Str. 34
81927 München Bogenhausen