News
Johannes-Göderitz-Preis
Entwicklung von Visionen für die Transformation des Verwaltungs- und Forschungsstandorts von Siemens in München-Neuperlach.
23/03/2026
Die Teilnahme an Wettbewerben ist für junge Architektinnen und Architekten ein vielversprechendes Betätigungsfeld. Vergleichbare Formate existieren auch für Studierende. So lädt die Johannes-Göderitz-Stiftung regelmäßig Architekturfakultäten ein, sich einer aktuellen Entwurfsaufgabe zu widmen. In diesem Jahr wurde neben den Architekturfakultäten der Bauhaus-Universität Weimar, der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig unsere Architekturfakultät ausgewählt, gemeinsam mit Studierenden eine Vision für die Transformation des Verwaltungs- und Forschungsstandorts von Siemens in München-Neuperlach zu entwickeln.
Mit dem Wegzug von Siemens stehen dort große Teile der 370.000 qm Büroflächen leer. Die monofunktionale Arbeitswelt endloser Büroräume ohne Aufenthaltsqualität entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Räumlich und technisch sind die Bürostrukturen aus den 70er- und 80er-Jahren komplett veraltet. Durch die Digitalisierung ist der Bedarf an Büroarbeitsplätzen deutlich gesunken. Gleichzeitig besteht in München ein signifikanter Bedarf an Wohnraum.
Vor diesem Hintergrund bietet der Johannes-Göderitz-Preis 2026 die Möglichkeit, sich exemplarisch mit dem Städtebau und der Architektur des Neuperlacher Siemens-Areals des international bekannten niederländischen Architekturbüros Van den Broek en Bakema auseinanderzusetzen. Ziel des Wettbewerbs ist es, den monotonen und verschlossenen Bürostandort so aufzubrechen, dass ein diverses urbanes Stadtquartier mit einer hohen Aufenthaltsqualität entsteht. Gleichzeitig soll anhand eines Gebäudeausschnitts architektonisch nachgewiesen werden, welche Eingriffe notwendig sind, damit aus den bestehenden Funktionsbauten ein gemischt genutztes Gebäude wird. Dabei besteht die besondere Herausforderung, die unfertige Stadtvision der 60er-Jahre so weiterzuentwickeln, dass sie auf der einen Seite den heutigen Ansprüchen gerecht wird und auf der anderen Seite die städtebaulichen und architektonischen Ansätze von damals klug fortschreibt.