Klimaresiliente Gebäude und Quartiere
Theorie 2/3, BD
Prof. Dr.-Ing. Natalie Essig
LB Catharina Fontanari
Mittwochs, 10:00 Uhr
Raum 413
Im Rahmen des Wahlfachs „Klimaresiliente Gebäude und Quartiere“ werden zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze im Kontext des Klimawandels und der gebauten Umwelt behandelt. Ziel ist es, planerische und bauliche Strategien zu erarbeiten, die Gebäude und Quartiere widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Extremereignissen machen.
Der Fokus liegt auf Strategien zur Anpassung an klimatische Veränderungen, zur Reduzierung von CO₂-Emissionen sowie zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit urbaner Räume gegenüber Extremwetterereignissen.
Hierbei werden Grundlagen zur Klimawandelanpassung im Bauwesen vermittelt, darunter Themen wie Hitzeschutz, Regenwassermanagement, grüne Infrastruktur und nachhaltige Baustoffe. Anhand nationaler und internationaler Fallbeispiele werden Best Practices analysiert und diskutiert.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Planung klimaresilienter Quartiere. Hierbei werden Aspekte wie Energieeffizienz, Begrünung, Mobilitätskonzepte und soziale Resilienz vertieft. Sie entwickeln eigene Entwürfe oder Konzepte für resiliente Quartiere. Das Wahlfach ermöglicht ein praxisnahe und ganzheitliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie Städte, ländliche Regionen und Gebäude zukunftsfähig gestaltet werden können. Durch die Verbindung von Theorie, Fallanalysen und Projektarbeit wird ein Verständnis für eine klimaangepasste Planung geschaffen.
Das Wahlfach wird in Kooperation mit dem Interreg-Projekt „SuPeRBE – Supporting Cross-scale Planning and Policy Readiness for a Resilient Built Environment“ (https://www.interreg-central.eu/projects/superbe/) durchgeführt. Ein zentrales Element des Wahlfachs ist eine Exkursion und Vorortsbestandsanalyse. Die Region rund um Schnifis ist einer der SuPeRBE-Pilotstandorte in der österreichischen Alpenregion Vorarlberg. Die Gemeinde dient im Projekt als Modellstandort zur Erprobung klimaresilienter Maßnahmen im ländlich-alpinen Kontext. Während der Exkursion führen sie eine Bestandsaufnahme durch. Ziel ist es, Risiken und Potenziale vor Ort zu identifizieren – sowohl im Gebäudebestand als auch in der Quartiersstruktur. Dabei werden folgende Themen untersucht:
• Erhebung und Kartierung lokaler klimatischer Gefährdungen (z. B. Hangwasser, Hitzeentwicklung, Wind),
• Begehung typischer Gebäude und Infrastrukturen im Ortskern sowie in Hanglage,
• Gespräche mit lokalen Akteuren (Gemeindeverwaltung, Planende),
• Erste Anwendung des SuPeRBE-Assessment-Tools zur Risiko- und Resilienzbewertung.
Die Exkursion ermöglicht einen direkten Einblick in die örtlichen Herausforderungen – etwa die begrenzten Flächenpotenziale, das Spannungsfeld zwischen Erhalt der Kulturlandschaft und Verdichtung, sowie infrastrukturelle Engpässe im Kontext der Klimaanpassung.
Die vermittelten Inhalte sind nicht nur für zukünftige Planungs- und Bauaufgaben relevant, sondern auch für die Entwicklung nachhaltiger und lebenswerter urbaner Räume.
Das Modul ist Bestandteil der Vertiefungsrichtung „Nachhaltiges Bauen“.
Erstes Treffen und Einführung:
Mittwoch, 08.10.25, 10:00 Uhr, Raum 413